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dragon61(Autor)
Umweltkranke erhalten schadstofffreien Wohnraum
(Erstellt am 27.12.2011 00:36 Uhr)

Offizieller Baubeginn für MCS Wohnprojekt in Sicht

Umweltkranke erhalten schadstofffreien Wohnraum
In der Schweiz entsteht ein für Europa einmaliges Wohnprojekt. Im Frühjahr wird Baubeginn für das mit 5,8 Millionen Schweizer Franken veranschlagte Projekt sein. Die geplanten kleinen bis mittelgroßen baubiologischen Apartments sollen den hohen gesundheitlichen Anforderungen von chemikaliensensiblen Menschen entsprechen. Die Schweizer Wohnungsbaugenossenschaft „Gesundes Wohnen MCS“ wurde vor drei Jahren gegründet und arbeitet seit dem zielgerichtet auf die Realisierung eines MCS Wohnprojektes hin. Die Stadt Zürich willigte ein und sieht Chancen in der Realisierung des MCS Wohnprojekts, denn die daraus gewonnenen Erkenntnisse können für künftige baubiologische Wohnprojekte der Stadt sehr erkenntnisreich sein.

Baubeginn im Frühjahr
Die Nachricht traf genau zum richtigen Zeitpunkt ein. Zu Weihnachten schickte Christian Schifferle aus der Schweiz eine Email und teilte mit:
“Es gibt gute Nachrichten: Wir haben von der Stadt Zürich vor einigen Tagen die definitive Baubewilligung erhalten für unser Zürcher MCS- Wohnprojekt. Die ganze Vorplanung läuft seit 2 Jahren planmäßig. Im Januar beginnen die Erschließungsarbeiten durch die Stadt Zürich (Zufahrt, Wasser, Strom) und im April/Mai ist offizieller Baubeginn.”

Schadstofffreier Wohnraum
In der Schweiz gab es, ebenso wie in Deutschland und Italien, bereits Suizidfälle, weil Wohnraum für Chemikaliensensible fehlt. Die Verzweiflung und Hilflosigkeit ist unbeschreiblich groß, wenn niemand hilft, wenn die Wohnung wegen einer Hypersensibilisierung auf Schadstoffe unbewohnbar wird, und sich trotz größter Bemühungen nichts Adäquates finden lässt. Christian Schifferle, der Initiator des Wohnprojektes, kennt die katastrophale Wohnsituation durch seine Beratungsarbeit und aus eigener Erfahrung. Jahrelang suchte er eine geeignete, schadstofffreie Wohnung und campierte in einem Wohnwagen in der Natur. Oftmals musste er im Wald schlafen, ungeachtet von Wetter und Temperaturen. Für ihn und weitere Umweltkranke hat ein langjähriges Martyrium sein Ende. Doch Christian Schifferle denkt bereits weiter, er möchte mittels der MCS Wohnungsbaugenossenschaft in ganz Europa schadstofffreie Wohnprojekte für Umweltkranke entstehen lassen.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 26.12.2011
Literatur: Christian Schifferle, Email vom 20. Dez. 2011

Weitere CSN Artikel über das Schweizer MCS Wohnprojekt:

Wissenschaftlich begleitetes MCS Wohnprojekt im Entstehen
Das Thema Gesundes Wohnen für Umweltkranke rennt offene Türen ein
Stadt Zürich schreibt Wohnprojekt und Architekturpreis für ein baubiologisches Wohnprojekt aus
Anerkennung von MCS durch Stadt Zürich


Antwort vom 27.12.2011 17:28 Uhr
mudintheface
was kostet denn der qm schadstofffreiheit?
Antwort vom 04.01.2012 13:34 Uhr
dragon61
Die Wohnungen sind Sozialwohnungen und werden entsprechend von der Stadt Zürich finanziert. Kleine Apartments mit 1, 2 Zimmern sind geplant. Deutsche können, soweit bekannt ist, auch dort einziehen, wenn sie über Anteilsscheine der Wohnungsbaugenossenschaft verfügen (sind nicht teuer) und nachweislich MCS haben.

Dieses richtungweisende Schweizer Wohnprojekt ist eine Anerkennung der Existenz von MCS. Darin liegt der allergrößte Wert.
Antwort vom 05.01.2012 12:52 Uhr
mudintheface
gesundheitsbewusstes bauen und wohnen
ist immer noch eine sehr kleine nische,
sowohl im unternehmerischen, wie auch im privatem bereich.
das know-how ist vorhanden,
aber es kommt nicht zum tragen.
  • 1

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